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Chat-Apps verstehen

März

24, 2020

by coberst


Digitales Wohlbefinden

Teenager und Kinder testen gerne ihre Grenzen aus. Sie sind auf der Suche nach Freiheit, gehen Risiken ein und experimentieren gerne. Als Elternteil ist einem das ziemlich schnell klar. Während wir der nächsten Generation dabei helfen wollen, sich in der Onlinewelt sicher bewegen zu können, lernen auch wir als Eltern, wie man sich an die digitale Landschaft anpassen kann. 

Es ist unvermeidbar, dass Regeln missachtet und gebrochen werden. Kein Elternteil wird je daran zweifeln, dass Grenzen ausgetestet werden müssen. Das ist gewissermaßen unvermeidlich. Also sollten wir unser Bestes geben, um Konsequenzen zu formulieren, falls Dinge schiefgehen. Vor allem jedoch sollten wir am Leben unserer Kinder teilhaben und ihnen dabei helfen, Probleme zu erkennen und zu lösen.

In der digitalen Welt kann das sogar noch schwieriger sein. Die meisten Spiele und sozialen Plattformen haben Sicherheitseinstellungen und -funktionen, mit denen die Nutzung altersgerecht angepasst werden kann.

Die Chatfunktionen von Roblox sind alterssensibel und verfügen über strenge Filter für Spieler unter 13 Jahren. Es ist nicht gestattet, Bilder oder Videos zu teilen, jeder Kommunikationsinhalt wird von automatisierten Filtern auf unangemessene Sprache überprüft und über 800 menschliche Moderatoren begutachten rund um die Uhr Inhalte. Unsere Chatfilter-Technologie wird im Minutentakt aktualisiert, damit neue Wörter oder unangemessene Themen umgehend erkannt und blockiert werden können.

Doch Teenager brauchen ihren Freiraum und soziale Interaktionen sind ein wesentlicher Bestandteil des Gameplays, weshalb Chat-Apps von Drittanbietern, etwa Discord, so verlockend sind. Durch sie erhalten Jugendliche die Möglichkeit, während des Spielens mit Freunden eine wesentlich umfangreichere Sprache zu verwenden und Inhalte zu posten, die als unangemessen bezeichnet werden könnten.

Weil viele dieser Chat-Apps aber für ältere Zielgruppen entwickelt wurden, verfügen sie unglücklicherweise über weit weniger Einschränkungen und werden kaum moderiert. Das mag für Gamer interessant sein, die mit ihren Freunden interagieren wollen. Es ruft aber auch weniger wohlwollende Akteure mit bösartigen Absichten auf den Plan. Ältere Spieler haben die nötige Erfahrung, um sich unbeschadet in einer solchen Umgebung bewegen zu können. Jüngeren Spielern fehlt diese meist noch.

Was die Angelegenheit für Eltern noch verwirrender macht, ist die Tatsache, dass einige dieser Apps über eine „Overlay“-Funktion verfügen, die sie als Teil des gerade vom Spieler gespielten Spieles erscheinen lassen. Doch es handelt sich dabei um völlig eigene Räume mit einer gänzlich anderen demografischen Zusammensetzung und potenziell durchwegs anderen Individuen als auf den verschiedenen Spieleplattformen.

Wir bei Roblox glauben, dass wir Verantwortung tragen und Eltern bei der Navigation in einer oftmals verwirrenden digitalen Welt unterstützen müssen. Hier sind einige Tipps, um die Kommunikationskanäle eurer Sprösslinge im Kindes- und Jugendalter besser verstehen zu können:

  • Chat-Anwendungen: Macht euch mit den Chat-Apps eurer Kinder und Jugendlichen vertraut und findet heraus, wer sie außer ihnen nutzt, wie man sie nutzt und welche Funktionen die App anbietet.
  • Nur für Erwachsene: Es existieren in der Gamerszene beliebte Plattformen, die sich eher an ein erwachsenes Publikum richten, sprecht also mit euren Kindern und Teenagern, wo sie sich online aufhalten. Discord ist etwa für Benutzer über 13 Jahren gedacht, es ist also möglich, dass sie auf der Plattform mit Erwachsenen kommunizieren.
  • Keine Vorurteile: Wenn euer Kind euch von unangemessenen Inhalten auf Chat-Anwendungen erzählt, hört neutral zu. Wenn sich Teenager beschuldigt oder verurteilt fühlen, werden sie sich in Zukunft möglicherweise nicht mehr dazu entscheiden, Informationen mit euch zu teilen, durch deren Kenntnis ihr ihnen möglicherweise helfen könntet.
  • Ermutigen und keine Panik: Stellt sicher, dass eure Kinder wissen, wie man gefährliche Inhalte meldet. Geht mit ihnen durch, wie man etwas melden kann, um ihr Selbstvertrauen zu stärken. Erklärt euren Kindern, weshalb sie auf diese Weise niemanden verpetzen, sondern anderen dabei helfen, nicht verletzt zu werden.

Vor allem müssen wir Eltern daran denken, dass wir die erste Anlaufstelle sind, wenn es um Rückversicherung, Orientierungshilfe und das Vermitteln von Lebenserfahrung an unsere Kinder geht. Seid da, wenn sie euch brauchen, auch wenn sie Regeln gebrochen haben (etwa das Erstellen eines Kontos ohne euer Wissen), denn es ist sehr wahrscheinlich, dass niemand ihnen so gut beim Lösen eines Problems helfen kann wie ihr. Wenn sie wissen, dass ihr sie nicht verurteilt, sondern einfühlsam zuhört und ihnen dabei helft, selbst Lösungen zu finden, statuiert ihr damit ein Exempel, das euren Kindern auch im weiteren Verlauf des realen Lebens eine Hilfe sein wird.